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Der Wettlauf ins All im Kalten Krieg

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Gegen 1960 nimmt ein neues Kapitel der Raumfahrt Gestalt an: die bemannte Raumfahrt.
Die Amerikaner wollen den Sowjets in der bemannten Raumfahrt mit dem MERCURY-Programm zuvorkommen, werden aber durch das WOSTOK-Programm knapp geschlagen.
Während die MERCURY-Raumkapseln und die Trägerraketen schon nach Cape Canaveral
gebracht werden, startet an Bord von WOSTOK 1 am 12.4.1961 Juri Gagarin zu einer Erdumrundung. 48 Minuten nach dem Start landete er wieder unbeschadet auf der Erde.
Durch diese grandiose Leistung wurde sogar in den USA eine Massenhysterie für den „Mann aus dem Kosmos“ ausgelöst.
Am 5.5.1961 wurde Alan Shepard mit der MERCURY-REDSTONE 3 in eine Höhe von 187,5 km geschossen, am 21.7.1961 folgte Virgil Grissom mit MERCURY-REDSTONE 4 mit einer Höhe von 190,4 km. Bei der Bergung der Kapsel gab es Schwierigkeiten, weil sie zu sinken begann. Grissom konnte sich nur schwimmend retten. Die Kapsel wurde erst 1999 wiederentdeckt und soll geborgen werden, um die Ursachen festzustellen.
Die Sowjets legten am 6.8.1961 nach. Hermann Titow verblieb mit WOSTOK 2 24 h im Orbit und umrundete die Erde 17 mal.
Am 20.2.1962 konnte die USA mit John Glenn schließlich nachziehen. Er umrundete die Erde in seiner MERCURY-ATLAS-Kapsel drei mal die Erde.
Am 11.8.1962 startete Andreij Nikolajew mit WOSTOK 3, einen Tag später Pawel Popowitsch in WOSTOK 4. Sie näherten sich im Kosmos bis auf 5 km. Sie sandten die ersten Fernsehaufnahmen aus einem Raumfahrzeug in einer Erdumlaufbahn.
Mit den Flügen MERCURY-ATLAS 8 und 9 endete das MERCURY-Programm.
Die nächsten Programme waren WOSCHOD und GEMINI.
Während die Amerikaner nach dem MERCURY-Programm zwei Jahre brauchten, um ihre Erfahrungen in das GEMINI-Programm einzubringen, absolvierten die Sowjets vier Raumflüge.
Die Raumfahrzeuge WOSTOK 5 (Start am 14.6.1963 mit Walerij Bikowskij) und WOSTOK 6 (zwei Tage später mit der ersten Frau im Kosmos: Walentina Tereschkowa) entsprachen weitgehend den Vorgängern, hatten jedoch verbessertes technisches Gerät.
Am 12.10.1964 überraschten die Sowjets mit einem neuen Typ von Raumfahrzeug, der WOSCHOD. Sie konnte im Gegensatz zu ihren Vorgängern drei Kosmonauten aufnehmen.
Im Oktober 1964 befanden sich Wladimir Komarov, Konstantin Feokistow und Boris Jegorow mit WOSCHOD 1 im Kosmos.
Am 18.3.1965 flogen mit WOSCHOD 2 Pawel Beljajew und Alexeij Leonow in den Weltraum. Die WOSCHOD 2 hatte eine Luftschleuse, die es ermöglichte, daß Alexeij Leonow den ersten Weltraumspaziergang unternehmen konnte.
Am 23.3.1965 startete, nach zwei unbemannten Flügen, die GT 3 (GEMINI-TITAN) mit Virgil Grissom und John Young. GT 4 folgte am 3.6l.1965 mit James McDivitt und Edward White, der den ersten amerikanischen Weltraumspaziergang absolvierte.
GT 5 mit Gordon Cooper und Charles Conrad verblieb im August 1965 190 h im All.
GT 7 befand sich im Dezember sogar 330 h im All. Während dieser Mission vollführten sie ein Rendezvous mit GT 6 (Walter Schirra und Thomas Stafford). Die Raumfahrzeuge näherten sich bis auf zwei Meter an.
Neil Amstrong und David Scott vollführten mit GT 8 die erste Koppelungsaktion im Weltraum, als sie ihre Kapsel an eine unbemannte AGENA-Rakete koppelten. GT 9 erbrachte im Juni 1966 einen zweistündigen Weltraumspaziergang von Eugene Cernan, GT 10 die erste störungsfreie Koppelung an eine AGENA-Rakete. Die Astronauten dieses Fluges Michael Collins und Thomas Young zündeten die Rakete und brachten sich in 761 km Höhe.
GT 11 mit Charles Conrad und Richard Gordon brachten es mit einem weiteren Kopplungsmanöver auf 1368 km.
GT 12 verzeichnete drei Weltraumspaziergänge von Edwin Aldrin und ein weiters Koppelungsmanöver. Damit war das GEMINI-Programm beendet und die Amerikaner die führende Weltraumnation.

  
Bürgerliches Gesetzbuch BGB
von Helmut Köhler
Siehe auch:
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Strafgesetzbuch StGB
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