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Wir empfehlen: | |||||||||||||
Nach sieben erfolgreichen Mondlandungen verlor die amerikanische
Bevölkerung die Begeisterung für das APOLLO-Programm, so daß die
noch geplante Mission gestrichen wurde. Dieses stellte Kapazitäten für
das nächste amerikanische Weltraumprojekt, das SKYLAB-Programm, zur
Verfügung.
Während man in den USA mit der Mondlandung beschäftigt war,
begannen die Sowjets 18 Monate nach SOJUS 1 wieder mit bemannten Flügen.
Am 25.10.1968 startete man die unbemannte SOJUS 2, einen Tag später
SOJUS 3 mit Beregowoij an Bord. Die beiden SOJUS-Kapseln führten ein
Rendezvous, jedoch kein Koppelungsmanöver durch.
Am 14. und 15.1.1969 folgten SOJUS 4 und 5. SOJUS 4 hatte einen Kosmonauten
an Bord (Vladimir Schatalow), SOJUS 5 dagegen drei (Boris Wolinow, Jewgenij
Krunow und Alexeij Jelisejew). Sie führten ein erfolgreiches
Koppelungsmanöver durch, und Krunow sowie Jelisejew kehrten mit SOJUS 4 zur
Erde zurück.
Es folgten SOJUS 6,8 und neun mit je zwei Kosmonauten und SOJUS 7,10 und 11
mit je drei.
Am 19.4.1971 starteten die Sowjets SALJUT 1, eine Raumstation für
wissenschaftliche Zwecke. SOJUS 10 koppelte an SALJUT 1 nur an, SOJUS
11-Kosmonauten besuchten sie 23 Tage lang. Dobrowolsky, Wolkow und Patsajew
starben jedoch beim Wiedereintritt in die Atmosphäre, weil es zu einem
Druckverlust kam.
Am 14.5.1973 wurde die erste amerikanische Raumstation, SKYLAB, als
unbemanntes Labor in den Orbit gebracht. Sie wurde insgesamt von drei Teams zu
je drei Mann besucht. Das erste bestand aus Charles Konrad, Dr. Joseph Kerwin
und Paul Weitz,
das zweite aus Alan Bean, Owen Garriot und Jack Lousma, das dritte aus
Gerald Carr, Dr. Edward Gibson und William Pogue.
Wassilij Lasarew und Oleg Makarow flogen mit SOJUS 12, einem umgebauten
Raumfahrzeug, in dem nur zwei Kosmonauten in Raumanzügen Platz hatten, am
27.11.1973.
Am 18.12.1973 folgte SOJUS 13 mit Pjotr Klimuk und Walentin
Lebedew.
SOJUS 14 koppelte am 3.7.1974 an die neue Raumstation SALJUT 3 an, die acht
Tage vorher unbemannt in den Kosmos gebracht worden war. Pawel Popowitsch und
Jurij Artjuchin waren die Besatzung.
SOJUS 15 wurde am 26.8.1974 mit den Kosmonauten Tschenadij Sarafanow und
Lew Demin gestartet. Sie sollte ein Rendezvous mit SALJUT 3 ausführen, das
aber mißlang.
SOJUS 16 hingegen schaffte das Rendezvousmanöver. Anatolij
Filipschenko und Nikolaj Rukawischnikow waren die Kosmonauten.
SOJUS 17 wurde nach einem Nachtstart am 11.1.1975 an die neue SALJUT 4, die
am 26.12.1974 gestartet worden war, angekoppelt. Zur Besatzung gehörten
Alexeij Gubarow und Georgij Gretschko.
SOJUS 18 mit Wasilij Lazarew und Oleg Makarow mußte am 5.4.1975
abgebrochen werden, weil es eine Störung in der dritten Stufe der Rakete
kam.
Der nächste Flug hieß wieder SOJUS 18, wurde diesmal aber zu
einem Erfolg. Pjotr Klimuk und Witalij Sewastianow verbrachten 63 Tage im All,
61 davon an Bord von SALJUT 4.
Am 15.6.1975 startete SOJUS 19 mit den Kosmonauten Alexeij Leonow und
Walerij Kubasow in den Kosmos, noch am gleichen Tage startete APOLLO 18 mit den
Astronauten Thomas Stafford, Deke Slayton und Vance Brand ins All. Diese beiden
Raumfahrzeuge sollten zu einem Meilenstein in der Weltraumfahrt werden, sie
koppelten nach ausgeklügelten Bahnmanövern aneinander. Sie blieben
zwei Tage verbunden, in denen die Astronauten und Kosmonauten gemeinsam
Experimente machten und sich den Fragen der Fernsehjournalisten
stellten.
In den darauffolgenden Jahren brachten die Sowjets immer weitere SALJUTs
und SOJUS-Kapseln in den Kosmos. Die Kosmonauten stellten immer
größere Verweildauern im Kosmos auf.
Die USA entwickelten nach dem letzten Start einer SATURN-Rakete eine
günstigere Methode ins All zu gelangen: den SPACE SHUTTLE. Damit begann in
Amerika eine neue Ära des Raumfluges.
Der erste Start des SPACE SHUTTLES erfolgte am 12.4.191981. Es war der
erste bemannte Raumflug seit sechs Jahren für die USA.
Es folgte im Weltraum eine zunehmende Zusammenarbeit zwischen verschiedenen
Nationen, die sich schon einige Jahre vor dem Ende des Kalten Krieges
abzeichnete. In Zukunft wird auf Globalisierung gesetzt, das heißt es wird
immer mehr Gemeinschaftsprojekte geben, weil die Kosten für die Raumfahrt
weiter steigen werden.
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